San Francisco - Die Barbie-Puppe ist machtlos gegen künstlerische Freiheit. Ein Berufungsgericht im US-Bundesstaat Kalifornien wies am Mittwoch (Ortszeit) eine Klage des Spielzeugherstellers Mattel ab, der ein Lied der dänischen Popgruppe Aqua verbieten lassen wollte. Die AnwältInnen des US-Konzerns warfen der Band vor, mit ihrem Hit "Barbie Girl" die gleichnamige Puppe und deren Zubehör herabzusetzen. Die als Barbie hergerichtete Sängerin bezeichnet sich in dem Song als "blonde bimbo girl" und verkündet: "life in plastic, it's fantastic" (Ein Leben in Plastik ist fantastisch). Das Bezirksgericht in San Francisco wies die Klage mit dem Argument zurück, das Lied sei als Parodie mit sozialem Inhalt durch das Recht auf freie Meinungsäußerung geschützt. Mattel hatte die Musikkonzerne Vivendi Universal und MCA Records sowie deren dänische und schwedische Tochtergesellschaften wegen des Songs verklagt. (APA)