Wien - Die Attacken von FP-Klubobmann Peter Westenthaler gegen die Postgewerkschaft werden von dieser heftig zurückgewiesen. Der Vorsitzende der Postgewerkschaft, Gerhard Fritz, spricht in einer Aussendung von einem "unzulänglichen Versuch", von den "Privilegienproblemen von FPÖ-Mandataren abzulenken". Überdies wundert sich Fritz, dass Westenthaler den Rohbericht über vermeintliche Privilegien dienstfrei gestellter Personalvertreter überhaupt kenne. Denn Rohberichte seien ausnahmslos den Geprüften zur Stellungnahme vorzulegen. Überdies werde die erwähnte neue Vereinbarung mit Sicherheit niemals zur Umsetzung gelangen. Alle Karrieren der heute in Funktion befindlichen PersonalvertreterInnen der Post seien ausschließlich auf Grund einer Weisung des Bundeskanzleramts aus dem Jahre 1994 erfolgt. Seit April 2001 sei kein einziger Personalvertreter nach dieser Weisung befördert worden, obwohl die Weisung aus dem Jahre 1994 bis heute Gültigkeit habe. Vorwürfe sind "Nonsens" Der Vorsitzende der Postgewerkschaft, Gerhard Fritz, weist die Vorwürfe von FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler als "Nonsens" zurück. Offenbar stehe Westenthaler wegen der Causa Gaugg "mit dem Rücken zur Wand". Was die Forderung des FPÖ-Klubchefs nach einem Rücktritt der gesamten Personalvertretung der Post betrifft, meint Fritz gegenüber der APA: "Wer entscheiden kann, ob wir zurücktreten müssen oder nicht, sind die Leute, die uns gewählt haben. Nicht der Herr Westenthaler. Der ist für uns nicht wahlberechtigt". Zu den von Westenthaler genannten Zahlen meinte der Postgewerkschaftschef, "ich habe meinen aktuellen Gehaltszettel vor mir liegen. Ich kriege 2.126,82 Euro netto. Und zwar inklusive allem drum und dran von der Post AG. Ich weiß nicht, woher er diese Beträge hat. Ich kenne den Rechnungshofbericht nicht, ich kann das nicht verifizieren". Jedenfalls erhalte er von der Post "keinen Schilling dazu". Und der von Westenthaler verlangte Rücktritt "ist ja schon vor einem Jahr erfolgt, nämlich durch Hans-Georg Dörfler. Wir haben ja in der Zwischenzeit einiges getan. Die Vorwürfe sind aus der Luft gegriffen und ein Ablenkungsmanöver. Ich wüsste nicht, wer zurücktreten sollte". (APA)