Wien - Mit einem Straßenspektakel bewarb am Donnerstag die IG Kultur Wien die "wenig bekannten" 36 Orte im Wiener öffentlichen Raum, an denen auch "ohne große Anmeldung", so Geschäftsführerin Brigitte Schröpel, Kleinkunst dargeboten werden kann. Eine Verordnung aus dem Jahr 1996 mache auch "außerhalb des Grabens" straßenkünstlerische Darbietungen ohne Bewilligung und damit verbundenen Kosten möglich. Diese Plätze, über deren genaue Lage ein Folder der IG Kultur und die im Internet abrufbare Verordnung informieren, können bei Erfüllung bestimmter Auflagen (Künstler muss älter als 16 Jahre sein, ein Künstler darf den selben Platz höchstens für eine Stunde bespielen u. a.) unbürokratisch genutzt werden. Die Stadt will das jedoch "offenbar nicht bewerben", sondern "möglichst Stillschweigen über die Verordnung bewahren", so die IG Kultur. Dies geschehe vor allem aus Angst vor Anrainer-Beschwerden. Um dieses Argument zu entkräften, nahm die IG Kultur eine Vergleichsmessung der "Lärmbelästigung" durch die Künstler bzw. durch den Straßenverkehr vor. (APA)