Treviso - Die italienische Polizei verdächtigt einen Studenten, für eine in einem Nutella-Glas versteckte Sprengfalle verantwortlich zu sein. Das Glas war am Dienstagabend explodiert, ohne jemanden zu verletzen. Der 35-jährige Mann lebt in der Gegend um die venezianische Stadt Treviso, gab die Polizei am Donnerstag bekannt. Der Student wird verdächtigt, die Haselnusscreme mit dem Sprengkörper unter ähnlichen Gläsern in einem Supermarkt nahe Pordenone in Friaul versteckt zu haben. Italienischer Unabomber Eine zweifache Mutter hatte beim Öffnen ein verdächtiges Geräusch gehört und das Glas instinktiv aus dem Fenster geworfen. Die Ermittler schrieben die Tat dem so genannten italienischen Unabomber zu, der seit 1994 in Norditalien ähnliche Attentate verübt hat, bei denen mehrere Menschen verletzt wurden. Das "Aktionsgebiet" des Täters umfasst die Provinzen Pordenone, Treviso, Udine und Venetien. Der italienische Sprengfallenbauer soll u.a. für die Explosion einer Rohrbombe verantwortlich sein, durch die am 6. Juli 2000 in Lignano (Friaul) ein pensionierter Carabiniere lebensgefährlich verletzt wurde. (APA)