Havanna - Auf einem Paddel-Brett haben vier Amerikanerinnen am Donnerstag versucht, von Kuba aus die US-Insel Key West zu erreichen. Auf halber Strecke mussten sie nach Angaben der OrganisatorInnen allerdings aufgeben - wegen Sturms und eines gefährlichen Gewitters über dem offenen Meer. Nur mit den Händen paddelnd wollten die Amerikanerinnen auf einem sechs Meter langen Brett den bisherigen Männer-Rekord von gut 20 Stunden für die etwa 180 Kilometer lange Strecke brechen. Die Überquerung sei nicht ungefährlich, hatte die 43-jährige Teamchefin Ramona d'Viola am Mittwoch in Havanna erklärt: "Die Gefahren sind hohe Wellen, Wind, Müdigkeit und Haie." Die Gruppe hoffe, schneller als in der von Männern im vergangenen Jahr aufgestellten Rekordzeit von 20 Stunden und zwei Minuten die zum US-Bundesstaat Florida gehörende Insel Key West zu erreichen. Als Sturm aufkam und die Blitze um die paddelnden Frauen zuckten, beschloss der Kapitän des Begleitboots, die Frauen aus dem Wasser zu holen und an Bord zu nehmen. Die Abenteurerinnen im Alter von 23 bis 43 Jahren wären die ersten Frauen gewesen, die auf einem Paddelbrett die Strecke zurücklegt hätten. Über den Seeweg versuchen auch immer wieder Kubaner auf Flößen und Autoschläuchen von der kommunistisch regierten Insel in die USA zu flüchten. Das so genannte "Paddleboarding" zählt in den USA zu den immer beliebter werdenden Sportarten. Die Paddler liegen oder knien dabei auf einem Brett und nutzen lediglich ihre Hände und Arme, um sich fortzubewegen. Die Bretter ähneln Surfbrettern. Sie sind aus Fiberglas und können zwischen drei und knapp sechs Metern lang sein. (APA/Reuters)