Wien - Als "kühne Behauptungen des Altobmanns des Privilegienritter-Vereins FPÖ" bezeichnete der stellvertretende SPÖ-Klubobmann Caspar Einem am Donnerstag den neuesten "Ablenkungsversuch" des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider in der Causa Gaugg. Täglich versuche die FPÖ vergeblich davon abzulenken, dass sie sich in Regierungsverantwortung nun "als Selbstbedienungspartei erster Klasse" etabliert habe. Es sei "mehr als scheinheilig", wenn Haider die Wegbereiter des Privilegienritters Reinhart Gaugg in der eigenen Partei zum Kampf gegen Privilegien aufrufe, so Einem in einer Aussendung. Die Installierung des FPÖ-Abgeordneten Gaugg in der Sozialversicherung sei dabei "nur ein Zwischenhöhepunkt dieser unübersehbaren Entwicklung". Die Versorgung der Freunde des Zweiten Nationalratspräsidenten Thomas Prinzhorn (F) mit Aufsichtsratsmandaten und dem Einblick in die Geschäfte der Industrie mit Staatsbeteiligung verschaffe ihnen die Chance zu guten Geschäften. Die Installierung freiheitlicher Immobilienmakler an der Spitze von Wohnbauträgern des Bundes und der anschließende Abverkauf der Wohnungen aus dem Eigentum dieser Wohnbauträger ermögliche diesen Parteigängern zudem gute Geschäfte. Auch die Versorgung des Ex-FPÖ-Abgeordneten Gilbert Trattner in der Schieneninfrastrukturfinanzierungs-Gesellschaft und die Versorgung des "Privilegienritters" Gaugg zeigten, worum es der FPÖ in Wahrheit gehe: "Einige wenige richten es sich bequem ein und die ÖsterreicherInnen, die ohnedies unter der unsozialen Belastungspolitik der blau-schwarzen Koalition zu leiden haben, zahlen dafür die Zeche", so Einem. (APA)