Jerusalem - Zwei Menschenrechtsgruppen aus Israel und den palästinensischen Gebieten haben vor dem Obersten Gericht in Jerusalem erneut eine Aussetzung der israelischen Politik der gezielten Tötungen mutmaßlicher Terroristen beantragt. Derartige Aktionen stellten "Kriegsverbrechen" dar, hieß es in dem am Donnerstag von der palästinensischen Gruppe LAW und dem Öffentlichen Komitee gegen Folter in Israel (PCATI) eingereichten Antrag. Eine ähnliche Petition der beiden Organisationen hatte das Oberste israelische Gericht bereits im Jänner mit der Begründung abgelehnt, gezielte Tötungen erfolgten "in verantwortlicher Weise" und dienten prinzipiell der Vermeidung unschuldiger Opfer. Bei einer solchen "gezielten Tötung" waren in der Nacht zum Dienstag in Gaza neben dem anvisierten Hamas-Militärchef Salah Shehade 14 weitere Menschen getötet worden, unter ihnen neun Kinder. (APA)