Kampala - Ugandische Rebellen haben im Norden des Landes 42 Menschen getötet. Sie hätten ihre Opfer mit Macheten und Speeren angegriffen, sagte ein Armeesprecher am Donnerstag in Kampala. Er schrieb die Tat der Lord's Resistance Army (LRA) zu, die seit 1988 in der Grenzregion zu Sudan gegen Regierungstruppen für eine Loslösung von Uganda kämpft. Geheimdienstberichten zufolge sei der langjährige LRA-Führer Joseph Kony an den Kämpfen beteiligt gewesen, sagte der Sprecher. Die rund 100 Kämpfer hätten in den frühen Morgenstunden ein Dorf im Bezirk Kitgum, rund 430 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kampala, angegriffen. Es sei eine Hochburg von Anhängern der Regierung von Präsident Yoweri Museveni. Die Regierungstruppen des ostafrikanischen Landes seien auf der Suche nach den Tätern, sagte der Armeesprecher. Diesmal sei es die Absicht der Kämpfer gewesen, zu töten. Die LRA war in der Vergangenheit mit ihrer Methode in Erscheinung getreten, Zivilisten, häufig Kinder, zu entführen. Diese wurden dann gezwungen, Angehörige zu foltern und zu töten. (APA)