Wien - In der Sex-Affäre um den Grazer FPÖ-Abgeordneten Spielberger wurde nun die "Mitwisserin" Mares Rossmann von Vorwürfen der Vertuschung entlastet. Die SPÖ-Bundesrätin Melitta Trunk und der Vorsitzende der SPÖ-Bundesratsfraktion, Albert Konecny, beschlossen in der vergangenen Sitzung des Bundesrates die Streichung der Staatssekretärin Rossmann belastenden Passagen im Entschließungsantrag. Der allgemeine Vorwurf, Rossmann hätte die betroffenen Frauen damals "im Stich gelassen" wurde somit entkräftigt. "Es ist gelungen, Melitta Trunk und Albrecht Konecny zu überzeugen, daß Rossmann damals sehr wohl alles unternommen hat, um diesen Frauen Hilfe und Unterstützung angedeihen zu lassen", kommentierte FPÖ-Generalsekretär Karl Schweitzer die Entscheidung. In Kenntnis der genauen Sachlage habe Trunk nun auch die Rücktrittsaufforderung aus dem Entschließungsantrag gestrichen. Den Schritt begründete die SPÖ-Bundesrätin mit den umfangreichen Aktivitäten und Maßnahmen der damaligen Stadträtin Rossmann zu Gunsten der betroffenen Frauen. "Das war gelebter Parlamentarismus und außerdem ein Akt der Fairneß," lobte Schweitzer das Verhalten der beiden OppositionspolitikerInnen. "Ich danke beiden Politikern der SPÖ-Bundesratsfraktion für ihre politische Fairneß, sich den Tatsachen nicht verschlossen zu halten und dies auch in der Öffentlichkeit zu dokumentieren", so Schweitzer abschließend.(red)