Ahrenlohe - Stoiber erteilte den Plänen von EU-Kommissar Franz Fischler für eine Obergrenze der Direktzahlungen an die Bauern in Höhe von 300.000 Euro eine klare Absage. Insgesamt werde er sich dafür einsetzen, dass es mittelfristig die EU-Agrarsubventionen mit Geldern aus den nationalen Haushalten kofinanziert werden. Eine Senkung der Agrar-Direktzahlungen "können wir nicht akzeptieren", betonte Stoiber. Er erinnerte daran, dass die Landwirte ein wichtiger Faktor der Stabilität des ländlichen Raumes seien. Der Unions-Kanzlerkandidat warf der deutschen Bundesregierung vor, nicht die Interessen eines Großteils der Bauern in Deutschland zu vertreten. "Es darf keine ideologische Unterscheidung geben zwischen den bösen konventionellen Bauern und den guten ökologischen", sagte der bayerische Ministerpräsident. Stoiber ließ offen, ob er im Falle eines Wahlsieges die Entscheidung der Bundesregierung beibehält, den Verbraucherschutz im Landwirtschaftsministerium anzusiedeln.(APA/AP/Reuters)