Frankfurt/London - Die Netto-Investitionen in der Euro-Zone haben sich im Mai verglichen mit den vorangegangenen Monaten verdoppelt und damit zum deutlichen Anstieg des Euro zum Dollar beigetragen. Seit Jahresbeginn hat der Euro rund zwölf Prozent zum Dollar gewonnen und notierte zuletzt knapp über der Parität zur US-Währung. Die Anleger wenden sich laut Analystenangaben wegen der Bilanzskandale vom US-Markt ab und kauften vor allem Wertpapiere in der Euro-Zone. Die Netto-Zuflüsse von Direktinvestitionen und Wertpapieranlagen in der Euro-Zone erhöhten sich im Mai auf 37,1 Mrd. Euro von 19,3 Mrd. Euro im April, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag in Frankfurt mit. Allein bei den Anlagen in Wertpapieren verzeichnete die Euro-Zone im Mai den EZB-Daten zufolge eine sprunghafte Zunahme auf 32,0 Mrd. Euro von 11,5 Mrd. Euro im April. "Das ist im Grunde die Ursache für die Aufwertung des Euro in diesem Jahr", sagte Volkswirt Jose Alzola von Schroder Salomon Smith Barney. Den EZB-Daten zufolge stieg der Euro von April auf Mai im Monatsdurchschnitt um 3,5 Prozent zum Dollar. Deutlich bescheidener fiel der Anstieg der Gemeinschaftswährung im Verhältnis zum gewichteten Währungskorb aller Fremdwährungen im Außenhandel der Euro-Zone aus. Hier stieg der Euro im Monatsdurchschnitt nur um 1,6 Prozent. (APA/Reuters)