Dem angeschlagenen schwedischen Telekomausrüster Ericsson drohen Bankkredite in Milliardenhöhe verloren zu gehen. Ericsson bestätigte am Freitag in Stockholm Presseberichte, wonach Banken dem Konzern 30 Mrd. Kronen (3,2 Mrd. Euro) an Hilfen verweigern wollen, falls die internationalen Rating-Agenturen erneut die Kreditwürdigkeit von Ericsson herabstufen. Die Aktie der Schweden stürzte daraufhin in Stockholm bis zum frühen Nachmittag um elf Prozent auf ein neues Allzeittief von 8,5 Kronen ab. Ausschlussklausel vereinbart Die Banken hätten eine Ausschlussklausel vereinbart, wonach sie ihre Garantien nicht aufrecht erhalten müssen, wenn die Rating-Agentur Standard und Poor's seine Bewertung auf BB- senkt oder wenn sie bei Moody's auf B1 fällt. Damit muss die Bewertung aber noch um drei Stufen fallen: Standard und Poor's hatte seine Bewertung des Unternehmens erst am Montag von BBB auf BBB- gesenkt. Das entspricht einem mittleren Risiko. Moody's bewertet die langfristigen Aussichten von Ericsson derzeit in einer entsprechenden Bewertung mit Baa3.(APA/AFP)