Johannesburg - Wegen Vergewaltigung eines neun Monate alten Babys ist ein Südafrikaner zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Upington in der nördlichen Kap-Provinz verurteilte den 23-jährigen David Potse am Freitag zudem zu weiteren 18 Jahren Gefängnis wegen Unzucht.Mehrere Operationen notwendig Er habe noch nie über ein so grausames Verbrechen geurteilt, sagte Richter Hennie la Kock. Das Mädchen musste nach der Vergewaltigung im vergangenen Oktober mehrmals wegen schwerer innerer Verletzungen operiert werden. Zeuginaussage und DNA-Test Die 17-jährige Mutter des Babys hatte ausgesagt, das Kind am Tatabend in der Obhut ihre Mutter gelassen zu haben, um Zucker zu holen. Auf ihrem Weg habe sie sich jedoch verspätet. Die 17-Jährige und der Angeklagte waren zuvor ein Paar, das Baby ihr gemeinsames Kind. Die neue Lebengefährtin Potses hatte vor Gericht angegeben, ihren Freund später gesucht und im Haus des Opfers angetroffen zu haben. Potse sei mit heruntergelassener Hose über dem Säugling gekniet. Neben der Zeugenaussage überführte ihn auch ein DNA-Test. Der Fall löste in Südafrika eine breite Diskussion in der Öffentlichkeit über die Wiedereinführung der Todesstrafe und die Kastration von Sex-Straftätern aus. Auch Richter Kock sagte, eine solche Tat verdiene seiner Ansicht nach die Todesstrafe. (APA/AFP)