Washington - In dem Armeestützpunkt Fort Bragg im US-Bundesstaat North Carolina sind in den vergangenen sechs Wochen vier Frauen unter mysteriösen Umständen ermordet worden. In allen Fällen werden die Ehemänner verdächtigt, von denen drei gerade aus Afghanistan zurückgekehrt waren, berichtete der Nachrichtsender CNN am Freitag. Zwei der Ehemänner hätten nach der Tat Selbstmord begangen, hieß es weiter. Die Militärpolizei in Fort Bragg prüfe nun auch frühere Todesfälle.Morde und Selbstmorde Begonnen hatte die Mordserie am 11. Juni, als ein Soldat nur zwei Tage nach seiner Rückkehr aus Afghanistan seine Frau erschoss. Anschließend beging er Selbstmord. Zwei Wochen später erdrosselte nach Informationen der örtlichen Presse ein weiterer Afghanistan-Heimkehrer seine Frau. Am 9. Juli erschoss dann ein Angehöriger der Anti-Terroreinheit Delta Force seine Frau und beging anschließend Selbstmord. Ein anderer Soldat wird beschuldigt, mit einem Messer 50 Mal auf seine Frau eingestochen und anschließend das Haus der Familie in Brand gesetzt zu haben. Ein Stützpunktsprecher sprach von einer "Tragödie". Eine Erklärung für die Mordserie konnte er nicht geben. Experten erklärten, es müsse geklärt werden, ob Kriegseinsätze den Druck auf ohnehin gefährdete Ehen erhöhten. (APA/dpa)