Wien - In der ÖVP mehren sich die Stimmen für eine Vorverlegung der Nationalratswahl vom Herbst ins Frühjahr 2003. Nach Wahlmanager Michael Strugl plädiert nur auch der Salzburger Landeshauptmann Franz Schausberger für einen Termin im Juni. "Grundsätzlich bin ich dafür, dass man die Legislaturperiode bis zum Ende ausdient. Aus meiner Sicht ist es allerdings klüger, den Sommer wegzulassen und Ende Juni nächsten Jahres zu wählen." Auf diese Weise, erspare man sich eine "krampfhafte Sommerschlacht, die auf den Wähler eher störend wirkt", meint Schausberger in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil". FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler hatte zuletzt erklärt, er könne sich eine Wahl im Frühjahr vorstellen. Wenn die ÖVP eine Vorverlegung wolle, habe er nichts dagegen. Die ÖVP-Parteispitze hatte jedoch auf dem Herbst-Termin beharrt. Sowohl Bundeskanzler und ÖVP-Obmann Wolfgang Schüssel als auch Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat hatten eine Vorverlegung der Wahl entschieden abgelehnt. Schausberger sprach sich laut Vorabmeldung vom Samstag in dem "profil"-Interview auch für eine Fortsetzung der schwarz-blauen Koalition nach der Wahl aus. "Man kann so ein Reformprojekt nicht auf dreieinhalb Jahre beschränken, man muss das über einen längeren Zeitraum machen". Er habe sich ursprünglich mehr Probleme mit der FPÖ erwartet als dann tatsächlich eingetreten wären. "Ich könnte mir vorstellen, dass die zweite Periode sogar eine etwas ruhigere wird", meinte Schausberger. (APA)