Bangkok - US-Außenminister Colin Powell hat sich nach seinen Gesprächen in Indien und Pakistan zuversichtlich über eine Wiederaufnahme des Dialogs über die umstrittene Kaschmirregion gezeigt. "Ich bin zufrieden mit dem Besuch", sagte Powell am Montag vor Journalisten auf dem Weg nach Bangkok. "Es ist nicht so, als ob wir am Rande eines Krieges stünden." Die Bedingungen für einen Dialog zwischen den verfeindeten Atommächten könnten bis zum Herbst erfüllt sein, sagte Powell. Pakistans Militärmachthaber Pervez Musharraf habe versichert, dass er Forderungen nach einem verstärkten Vorgehen gegen moslemischen Extremismus entgegenkommen wolle. Noch am Wochenende hatten beide Seiten erklärt, sie seien nicht zu weiteren Zugeständnissen bereit. Nach Gesprächen in Thailand wollte Powell auch das ASEAN-Außenministertreffen der südostasiatischen Staaten in Brunei besuchen. Mit einem Aufruf zu Frieden und Stabilität in der Region eröffnete Regierungschef Sultan Hassanal Bolkiah von Brunei am Montag die Jahrestagung des Verbandes in der Hauptstadt Bandar Seri Begawan. Andernfalls würden die Bemühungen der ASEAN-Staaten um eine Ankurbelung der Wirtschaft in der Region zunichte gemacht, warnte er. Neben einem regionalen Wirtschaftsplan stand auch die Unterzeichnung einer Antiterror-Erklärung mit den USA auf dem Programm des insgesamt viertägigen Treffens. Zu den ASEAN-Staaten gehören neben Brunei auch Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Burma, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam.(APA)