Washington - Nach der glücklichen Rettung der neun verschütteten Bergleute im US-Bundesstaat Pennsylvania hat Gouverneur Mark Schweiker eine Untersuchung des Unglücks angeordnet. Die Männer und ihre Angehörigen verdienten eine Antwort auf die Frage, wie es dazu kommen konnte, sagte Schweiker am Montag. "Wir werden dem auf den Grund gehen." Befreiung nach 77 Stunden Die Bergleute hatten auf Grund ihrer Karten angenommen, dass ein mit Wasser gefüllter alter Schacht mindestens 60 Meter entfernt sei. Die Neun waren von Wassermassen eingeschlossen worden, als sie versehentlich den aufgegebenen Stollen angebohrt hatten. Nach 77 Stunden Todesangst in 75 Metern Tiefe waren die Männer am frühen Sonntagmorgen in erstaunlich gutem Zustand gerettet worden. Sechs verließen das Krankenhaus bereits am Sonntag wieder. Drei mussten etwas länger warten. Drei Gründe waren nach Angaben des Gouverneurs für das Happyend ausschlaggebend. Kurz nach dem Unglück kalkulierten Fachleute punktgenau, wo sich die Verschütteten befanden, und bohrten den Zugangsschacht direkt über dem Zufluchtsort. Ein drohender Tod durch Unterkühlung wurde durch den Beschluss verhindert, 48 Grad Celsius warme Luft durch einen Schacht nach unten zu pumpen. Unter der Erde herrschten Temperaturen von nur 13 Grad. Im Nachhinein erwies sich auch der Zeitverlust von neun Stunden, als der Spezialbohrer abgebrochen war, als ein Glücksfall. Hätte der Bohrer die Erde über dem Hohlraum von etwa fünf mal 5,5 Metern Umfang früher durchstoßen, wäre wahrscheinlich noch zu viel Wasser in dem eingestürzten Stollen gewesen - mit unabsehbaren Folgen für die Eingeschlossenen. (APA/dpa)