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Milosevic hat in Serbien mmer noch viele Fans

Foto: APA/EPA/Sulejmanovic
Belgrad - Die serbischen Sozialisten wollen für die Präsidentenwahl im September möglicherweise den vor dem Haager Kriegsverbrechertribunal stehenden Slobodan Milosevic als ihren Kandidaten aufstellen. Milosevic werde derzeit als einer von drei möglichen Kandidaten in Erwägung gezogen, hieß es am Samstag in einer Erklärung der Sozialistischen Partei Serbiens (SPS). Eine endgültige Entscheidung solle in zehn Tagen nach Konsultationen mit Milosevic fallen. Milosevic war früher bereits serbischer und bis zu seinem Sturz im Oktober 2000 jugoslawischer Präsident. Seit Februar steht er wegen Kriegsverbrechen und Völkermordes vor dem internationalen Tribunal in Den Haag. Er ist in den Niederladen auch inhaftiert. In der Erklärung der SPS hieß es, Milosevic sei zweifellos der stärkste der Kandidaten. "Mit seiner mutigen Führung hat er ein Beispiel dafür gesetzt, wie man die Würde seiner Nation und seines Volkes verteidigen soll", erklärte die Partei. Die beiden anderen möglichen Kandidaten sind Velimir Zivojinovic und Milutin Mrkonjic, zwei prominente Parteifunktionäre, die als treue Anhänger Milosevics gelten. In Serbien, der größten der beiden jugoslawischen Republiken, wird am 29. September ein neuer Präsident gewählt. (APA/AP)