Paris - Zwei Wochen nach dem versuchten Attentat auf den französischen Präsidenten Jacques Chirac hat das französische Innenministerium ein Verbotsverfahren gegen die rechtsextreme Gruppe Unite Radicale (UR, "Radikale Einheit") eingeleitet. Das teilte das Ministerium am Sonntag mit. Der rechtsextreme Chirac-Attentäter Maxime Brunerie hatte Verbindungen zur UR. Nach Billigung des Antrags durch das Kabinett muss der UR laut Gesetz zunächst die Möglichkeit zur Verteidigung gegeben werden. Nach Informationen der Zeitung "Le Journal du Dimanche" ist die Gruppe ab Montag zur Stellungnahme aufgefordert. Das Innenministerium wies bereits daraufhin, dass das Verfahren Zeit brauche. Der 25-jährige Brunerie hatte während der Militärparade zum französischen Nationalfeiertag am 14. Juli mit einem Karabiner auf Chirac gezielt. Passanten überwältigten ihn. Derzeit sitzt er in einer psychiatrischen Klinik, wo seine Zurechnungsfähigkeit untersucht werden soll.(APA)