Jerusalem/Neu-Delhi/New York - Die US-Regierung hat führende palästinensische Politiker zu einer Sicherheitskonferenz eingeladen. US-Außenminister Colin Powell sagte Sonntag am Rande seiner Asienreise in Neu-Delhi, die Gespräche würden Anfang August stattfinden. Die Konferenz wäre der erste Kontakt auf hoher Ebene, seit sich US-Präsident George W. Bush im vergangenen Monat gegen Palästinenserpräsident Yassir Arafat ausgesprochen hatte."Ich rechne damit, die palästinensische Delegation nach meiner Rückkehr (am 4. August, Anm.) zu treffen", sagte Powell. Beratungen auch mit Israel seien "Teil des Prozesses, in dem die palästinensische Gemeinschaft bei ihrer Veränderung vorangebracht werden soll" (der US-Außenminister hatte am 22. Juli mit Vertretern Israels über die Pläne der Vereinigten Staaten beraten). Der Chefunterhändler der Palästinenser, Saeb Erekat, erklärte, die Gespräche würden am 5. und 6. August stattfinden. Neben der Reform der palästinensischen Sicherheitskräfte seien seine Gespräche mit dem "Quartett" Thema der Konferenz mit den Palästinensern, so Powell. Dem Quartett, das sich um Frieden im Nahen Osten bemüht, gehören USA, Russland, UNO und EU an.(Reuters/DER STANDARD, Printausgabe, 29.7.2002)