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Der amerikanische Bürgerrechtler Jesse Jackson (rechts) traf am Sonntag mit dem israelischen Außenminister Shimon Peres zusammen.

Foto: REUTERS/Havakuk Levison
Jerusalem - Der amerikanische Bürgerrechtler Jesse Jackson hat zu Beginn seines fünftägigen Besuchs im Nahen Osten die Haltung der US-Regierung gegenüber dem palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat kritisiert. Jackson erklärte in Jerusalem, die Forderung nach einer Ablösung Arafats sei undemokratisch. Die Entscheidungen vorangegangener US-Regierungen, den palästinensischen Präsidenten zu ignorieren, hätten keinen Erfolg gezeigt. Jackson erklärte weiter, Arafat allein könne nicht über Krieg oder Frieden entscheiden. "Es muss eine weltweite Anstrengung geben", sagte er und forderte die internationale Gemeinschaft auf, sich stärker für einen Frieden in der Region zu engagieren. Mit seiner Reise wolle er "eine dritte Kraft für die Versöhnung und den Wiederaufbau" schaffen. Jackson wollte am Montag Arafat treffen und ihn auffordern, "sich gegen die Gewalt auszusprechen". Ein Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon sei noch nicht bestätigt, erklärte Jackson.(APA/AP)