Dubai - Ein Gericht in Saudiarabien hat einen Briten und einen Kanadier wegen zwei Bombenanschlägen im Jahr 2000 zum Tode verurteilt. Vier weitere Briten und ein Belgier erhielten Haftstrafen, wie ein Anwalt der Angeklagten am Sonntag erklärte. Das saudiarabische Justizministerium lehnte eine Stellungnahme ab. Über die genaue Höhe der Haftstrafen konnte Anwalt Michael O'Kane nichts Näheres sagen. Auch welcher Verbrechen die Männer schuldig gesprochen wurden, blieb offen. Die Verteidigung habe das Urteil nur ein Mal einsehen dürfen und keine Kopie erhalten. Die Anwälte hätten Berufung eingelegt, da die von den Angeklagten später widerrufenen Geständnisse mittels Folter erpresst worden seien. Die Behörden hätten die Anwälte angewiesen, ihren Mandanten die Urteile nicht zu übermitteln. Sie hofften weiterhin auf ihre Freilassung. Der kanadische Botschafter Melvyn MacDonald erklärte, die Urteile seien noch nicht endgültig. Die Männer waren nach einem Anschlag in Riad im November 2000 festgenommen worden. Dabei kam ein Brite ums Leben, seine Frau wurde verletzt. Fünf Tage später wurden bei der Explosion einer Autobombe zwei Männer und eine Frau, alle aus Großbritannien, verletzt.(APA/AP)