Tokio - Die Toyota Motor Corp gehört zu den wenigen großen Automobilherstellern, die der globalen Absatzkrise trotzen. Nun hat Japans Nummer 1 sein Absatzziel für 2002 nach oben korrigiert. Wie Toyota am Montag mitteilte, rechne man wegen der starken Nachfrage auf den nordamerikanischen Märkten nunmehr mit einem Absatz von 5,5 Millionen Autos - 200.000 mehr als ursprünglich prognostiziert.Die Schätzung für den Inlandsabsatz ließ der Hersteller, zu dem auch die Kleinwagenmarke Daihatsu und die Nobelschmiede Lexus zählen, unverändert. Trotz bisher schwacher Nachfrage rechne man mit einer Erholung noch im laufenden Jahr. Toyota fährt in Japan seit Jahren deutlich über 40 Prozent Marktanteil ein, ein Wert, den nicht einmal der VW-Konzern in Österreich erreicht. Entsprechend der neuerlichen Prognose geht Toyota nunmehr von einem Auslandsabsatz von 3,75 Mio. Einheiten aus. Das wäre das beste Ergebnis in einem einzelnen Kalenderjahr. Im vergangenen Jahr waren 3,55 Mio. Toyotas im Ausland verkauft worden. Zugleich erhöhte Toyota trotz des starken Yen das Exportziel 2002 um 270.000 Einheiten auf 1,75 Millionen. Stärkere Nachfrage Die Revision des Auslandsabsatzes beruhe auf stärker als erwarteter Nachfrage in fast allen Regionen, sagte der Executive Vice President von Toyota Motor, Yoshio Ishizaka. Die Nachfrage steige nicht nur in Nordamerika, sondern auch in Europa und Asien. Für Nordamerika bezifferte er den erwarteten Zuwachs mit einem Prozent zum Vorjahr. Executive Vice President Takashi Araki schloss trotz des auf 120 Yen/US-Dollar gesunkenen Wechselkursverhältnisses eine Erhöhung der Gewinnprognosen, die für das Geschäftsjahr 2002/03 auf einem Kursverhältnis von 125 Yen/US-Dollar basieren, aus. Toyota werde deshalb am Langfristprojekt festhalten, Automobile dort zu produzieren, wo sie verkauft werden, um die Abhängigkeit von Wechselkursschwankungen zu verringern. Auch in Europa wird die Produktion zügig ausgebaut. (vwd, stock, DER STANDARD, Printausgabe 30.7.2002)