Wien - 14 Tage nach dem Neustart der Wiener Gratis-Fahrräder ziehen die Viennabike-Betreiber eine positive Bilanz. Beinahe alle Räder seien nun wieder im vorgesehenen Stadtgebiet unterwegs, sagte Sprecher Michael Kuhn am Montag. Insgesamt habe man 900 von den 1.200 ausgelieferten Viennabikes gesichtet, sagte Kuhn. Schwund von nur drei bis vier Prozent Nachdem nicht feststellbar sei, wie viele Drahtesel tatsächlich unterwegs sind, kommen die Betreiber in einer Hochrechnung auf einen Schwund von drei bis vier Prozent. Die neu gewonnenen Partner für die Rückholung "entführter" Fahrräder - ein Taxiunternehmen, ein Fahrradbotendienst und ein Rückholdienst für Einkaufswagen - hätten sich bereits bewährt, meinte Kuhn. Der Großteil der Terminals sei wieder mit bis zu fünf Rädern bestückt. Bevölkerung helfe mit Am Wochenende habe man den Großteil der Räder wieder in das erlaubte Stadtgebiet innerhalb von Gürtel und Donaukanal zurückgeführt, so der Sprecher: "Jetzt funktioniert das System langsam." Nicht zuletzt wegen der eifrigen Mithilfe der Bevölkerung, die laufend widerrechtlich verwendete Gratisleihräder in der Infozentrale melde, sagte Kuhn: "Die Viennabikes sind das wohlbehütetste Gut in Wien." Offenbar sehen das aber immer noch nicht alle Benützer so: Das Infoteam hat laut Kuhn am Wochenende insgesamt 26 Vertragsstrafen zu 50 Euro erteilt. Sogar die Polizei habe in der Nacht auf Sonntag einschreiten müssen, sagte Kuhn. Betrunkene hätten ungefähr acht Räder im Donaukanal versenkt. (APA)