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Wien - Von bisher 15 Interessenten für die hoch verschuldete Tankstellenkette Avanti sind laut einem Magazinbericht nur noch drei im Rennen - darunter neben der russischen Lukoil auch der heimische Öl- und Gaskonzern OMV. Wie das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner August-Ausgabe schreibt, dürfte die OMV nun das beste Angebot gelegt haben. Damit, so der "trend", soll offenbar verhindert werden, dass Lukoil (die Russen waren im Frühjahr 2001 mit einem Offert abgeblitzt) nicht doch noch im letzten Moment mit einer bisher nicht in Österreich etablierten Marke hier zu Lande einen Fuß in die Tür setzt. Laut "trend" steht der schwer angeschlagene, vom Wiener Geschäftsmann Hannes Nouza gegründete Treibstoffdiskonter Avanti mittlerweile mehr oder weniger im Eigentum der finanzierenden Banken (Bank Austria, Erste Bank, Volksbanken, Postsparkasse, Raiffeisen). In Turbulenzen Avanti geriet 1998 auf Grund einer überzogenen Expansion nach Süd- und Osteuropa - zur besten Zeit hatte man europaweit mehr als 400 Tankstellen und über 400 Mill. Euro Umsatz - und wegen des scharfen Preiswettkampfs an den Zapfsäulen in Turbulenzen. Laut "trend" wurde die Bilanz 2000 mit einem Verlust von 36 Mill. Euro und einem negativen Eigenkapital abgeschlossen. Bisher habe sich bei den Banken ein Schuldenberg von rund 130 Mill. Euro aufgetürmt. Eine Zusammenarbeit mit Shell - die österreichischen Tankstellen wurden wie berichtet in ein Joint Venture eingebracht - wurde Anfang 2002 wieder aufgelöst. (APA)