London - Die so genannte Anti-Baby-Pille der dritten Generation birgt einem britischen Gericht zufolge keine größere Thrombosegefahr als andere Pillen. Der High Court in London, das höchste britische Zivilgericht, wies damit am Montag in einem Musterverfahren eine Klage von mehr als 100 Frauen ab. Die Frauen hatten den Pharmafirmen Organon Laboratories, Schering Healthcare und Wyeth vorgeworfen, das Einnehmen der Pille der dritten Generation sei im Vergleich zu den Vorgänger-Produkten mit einem erhöhten Thrombose-Risiko verbunden. Dies hätten die Hersteller auf der Packung vermerken müssen. Die Firmen bestritten ein solches erhöhtes Risiko. Die Klägerinnen haben durch Thrombosen zum Teil Schlaganfälle erlitten und schwere Behinderungen zurückbehalten. Sie erwägen nach Angaben ihrer AnwältInnen, in Berufung zugehen. (APA/dpa)