Der japanische Technologiekonzern und weltweit zweitgrößter Chiphersteller Toshiba hat im ersten Quartal seinen Verlust deutlich gesenkt. Der Nettoverlust sank von 33,4 Mrd. Yen (280 Mio. Euro) im Vorjahr auf 18,8 Mrd. Yen (160 Mio. Euro). Vor allem die guten Verkaufszahlen bei Chips und Flachbildschirmen, hier stiegen die Umsätze jeweils um zwölf Prozent, seien für den Verlustabbau verantwortlich gewesen, teilte das Unternehmen heute, Dienstag, mit. Insgesamt stieg der Umsatz um zwei Prozent auf 1,19 Bio. Yen (10,13 Mrd. Euro) an. Verluste Die guten Halbleiter- und Flachbildschirmumsätze haben dazu geführt, den Verlust in diesen Geschäftssparten um fast zwei Drittel auf 6,6 Mrd. Yen (56,2 Mio. Euro) zu drücken. Durch das relativ gute Quartalsergebnis werde nun auch der Halbjahresverlust etwas geringer ausfallen. Toshiba will am Ende des Jahres wieder schwarze Zahlen schreiben. CEO Taizo Nishimuro hatte im Laufe eines katastrophalen Geschäftsjahres 2001 damit begonnen, ein radikales Kostensenkungsprogramm zu starten. Damit sollen jährlich bis zu 180 Mrd. Yen (1,53 Mrd. Euro) eingespart werden. Toshiba hatte im April einen Halbjahresverlust von 27 Mrd. Yen (229 Mio. Euro) prognostiziert. Ein turbulentes Jahr Toshiba hat ein turbulentes Jahr 2001 hinter sich. Im August wurde ein "radikaler" Restrukturierungsplan veröffentlicht. Etwa sieben der 21 Werke in Japan sollen geschlossen oder zusammengelegt und rund zehn Prozent der 188.000 Beschäftigten bis März 2004 abgebaut werden. Im November kündigte der hinter Intel zweitgrößte Chiphersteller der Welt an, rund 12.000 Mitarbeiter vorübergehend in den Zwangsurlaub zu schicken. (pte)