Adelaide - Australische Forscher haben am Dienstag das Düsentriebwerk für den Antrieb eines neuen Überschallflugzeugs getestet. Mit fast achtfacher Schallgeschwindigkeit wurde die Scramjet-Rakete von Woomera in der südaustralischen Wüste rund 300 Kilometer hoch in den Himmel geschossen, um weniger als zehn Minuten später wieder auf der Erde zu landen. In den letzten fünf Sekunden des Fluges absolvierte die Rakete vom Typ Terrier Orion Mk-70 das eigentliche Flugexperiment. Alles sei nach Plan verlaufen, sagte Allan Paull vom HyShot-Program, das mit internationaler Unterstützung an der Universität von Queensland betrieben wird. Es sei aber noch zu früh, um über einen Erfolg sprechen zu können. Zum HyShot-Konsortium gehören unter anderem das Langley-Forschungszentrum der NASA und das deutsche Raumfahrtzentrum. Auch die australische Luftwaffe ist an der Forschung beteiligt. Die neuen Superjets könnten die Strecke Sydney-London in zwei statt der derzeit 22 Stunden schaffen. Im Oktober 2001 war eine Testrakete kurz nach dem Start bei Woomera abgestürzt. Für Aufsehen sorgte Mitte Juli die Bruchlandung eines Modells für ein japanisches Super-Überschallflugzeug. Das elf Meter lange Modell geriet nur wenige Sekunden nach dem Start ins Trudeln, stürzte ab und ging in Flammen auf. (APA)