Wien/Salzburg - Der geschäftsführende Klubobmann der SPÖ, Josef Cap, erneuerte die Forderung seiner Partei, im Herbst einen so genannten "Kleinen Untersuchungsausschuss" zum geplanten Ankauf von 24 "Eurofighter"-Abfangjägern einzusetzen. Der Beschaffungsvorgang sowie die Typenentscheidung müssten genauestens unter die Lupe genommen werden, so Cap. Weiters verlangte er, dass im Herbst, also noch vor der möglichen Vertragsunterzeichnung, eine Volksabstimmung abgehalten werden müsste. Allerdings, so Cap, der Realisierung eines möglichen Nein-Votums gebe er er wenig Chancen. SPÖ fordert Qualifizierungsoffensive Hinter das Anti-Abfangjäger-Volksbegehren hat sich am Dienstag der Salzburger Sozial- und Arbeitsmarktreferent, Landesrat Walter Blachfellner (S), gestellt: "Statt der Milliarden, die für die Kampfflieger verpulvert werden sollen, müsste es verstärkte Investitionen in Bildung und Ausbildung geben", forderte Blachfellner. "Mit dem Geld, das ein einziger Abfangjäger kostet, könnten in Salzburg zusätzliche Qualifizierungskurse für 10.000 Arbeitslose finanziert, 10.000 neue Lehrstellen für Salzburgs Jugend geschaffen und 2.000 zusätzliche LehrerInnen angestellt werden", meinte der Landesrat. Die Bundesregierung habe nur das Null-Defizit Grassers im Sinn, welches sie trotz zahlreicher Raubzüge zu Lasten der Bevölkerung aber nicht einmal erreichen könne. "Sie kürzt die Pensionen, spart bei der Bildung und bei der Sicherheit, betreibt den Ausverkauf Österreichs und tut nichts gegen die steigende Arbeitslosigkeit", kritisierte der Landesrat. (APA)