Hunderte freiwillige Helfer haben an der Küste des US-Bundesstaates Massachusetts 46 gestrandete Grindwale gerettet und damit viele skeptische Experten überrascht. Sie hatten den tonnenschweren Walen kaum eine Überlebenschance gegeben. Doch wegen der gewaltigen Hilfsaktion starben nur zehn Wale, bevor die Retter sie am Montag ins tiefere Wasser ziehen konnten. Es war eine der größten Strandungen seit Jahren. Die Wale waren am frühen Morgen von Spaziergängern am Strand der Ferienhalbinsel Cape Cod entdeckt worden. Bis zum Mittag hatten sich neben den Helfern über 2.000 Schaulustige am Strand versammelt. Die Helfer deckten die Tiere zunächst mit Decken ab, um ihre Haut feucht zu halten und sie vor der Sommerhitze zu schützen. Massenstrandungen Die Freiwilligen erhielten dabei auch Unterstützung von den vielen Touristen. Selbst Kinder halfen, die Wale kühl zu halten. Mit der einsetzenden Flut gelang es den Freiwilligen dann, die bis zu fünf Meter langen Tiere ins offene Meer zu ziehen. Experten äußerten sich überrascht, dass es gelang, so viele der Meeressäuger zu retten. "Das ging besser als wir gehofft hatten", sagte der Meeresbiologe Scott Landry. An der Küste Neuenglands werden immer wieder Wale angeschwemmt, die in den meisten Fällen verenden. Nach Informationen der örtlichen Presse ereignete sich die bis jetzt letzte Massenstrandung von Grindwalen 1986. Damals waren über 60 Wale an den Strand gespült worden. Im Juli 2000 verendeten alle zehn Grindwale, die an der Küste Nantuckets gestrandet waren. (APA/dpa)