Die EU-Kommission ruft User auf, im Rahmen einer Online-Befragung über ihre Erfahrungen mit dem so genannten Cybersquatting, der spekulativen und missbräuchlichen Registrierung von Domain-Namen, zu berichten. Die Ergebnisse sollen als Input für die Überlegungen der Kommission zur ordnungspolitischen Regelung für die neue Top-Level-Domain (TLD) der Europäischen Union, ".eu", dienen. Ein entsprechender Fragebogen kann bis zum 31. Oktober dieses Jahres online ausgefüllt werden. Missbrauch soll verhindert werden "Unser Bestreben ist es, zu verhindern, dass die TLD .eu künftig durch Internet-Piraten missbraucht wird, ohne dabei diejenigen zu behindern, die das Internet auf legitime Weise nutzen", erklärte Frits Bolkenstein, der für den Binnenmarkt zuständige EU-Kommissar, heute, Dienstag, in einer Aussendung zur aktuellen Online-Konsultation. Die Umfrage richtet sich an Regierungen und öffentliche Behörden ebenso wie an Unternehmen jeder Größe und Privatpersonen. Die Regeln für die .eu-Domain werden derzeit von der Generaldirektion der EU-Kommission im Einklang mit der .eu-Verordnung entwickelt, die im April 2002 vom Europäischen Parlament und dem Rat erlassen wurde. Bessere gesetzliche Rahmenbedingungen zur Verhinderung von Cypersquatting sind unter anderem auch schon von der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) gefordert worden.