Der private deutsche Fernsehsender TV.Berlin steht endgültig vor der Pleite. Das Insolvenzverfahren werde aller Voraussicht nach am kommenden Donnerstag eröffnet, teilte die Kanzlei des vorläufigen Insolvenzverwalters Christoph Rosenmüller am Dienstag mit. Die Chancen, dass bis zum Stichtag am 1. August doch noch ein Investor einspringe, seien äußerst gering. Der Lokalsender gehört zum zusammengebrochenen Medien-Imperium von Leo Kirch. Im Zuge der Kirch-Krise hatte TV.Berlin bereits vor drei Monaten Insolvenz angemeldet. Der 1994 gegründete Sender gehört dem Sohn von Leo Kirch, Thomas Kirch. Bei der Geschäftsführung war am Dienstag zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens soll nach Angaben von Betriebsratschef Georg Geißelmann nur noch ein Not-Programm aus Wiederholungen gesendet werden, für das sechs Mitarbeiter ausreichen. Bis September soll in Zusammenarbeit mit der Landesmedienanstalt geklärt werden, ob der Sender gerettet werden kann. (APA/dpa)