Die Leiterplattenindustrie befinde sich weltweit in einer "dramatischen Situation". Etliche Konkurrenten seien dem enormen Preisdruck, ausgelöst durch Überkapazitäten am Markt, bereits zum Opfer gefallen, andere würden folgen. Nur mehr wenige Leiterplattenhersteller würden schwarze Zahlen schreiben. Für dieses Umfeld befände sich die steirische AT&S in einer "herausragenden wirtschaftlichen Lage", sagte AT&S-Vorstandschef Willi Dörflinger bei der Präsentation der Ergebnisse zum ersten Quartal 2002/03.Mehr Gewinn In den ersten drei Monaten konnte AT&S bei einem auf 62,7 Mio. Euro leicht gesunkenen Umsatz den Gewinn um 50 Prozent auf 2,3 Mio. Euro steigern. Für das Gesamtjahr erwartet AT&S-Finanzchef Harald Sommerer ein leichtes Umsatzwachstum und eine weitere Verbesserung des Betriebserfolges. Sowohl Auftragsstand als auch Auftragseingänge nehmen wieder zu, so Dörflinger. Optimismus sei durch die starke technologische Positionierung der AT&S angebracht, allerdings sei derzeit noch nicht abschätzbar, ob der kommende Aufschwung ein nachhaltiger sei. AT&S notieren am Frankfurter Neuen Markt. Dort konnte die Aktie nach Bekanntwerden der Quartalsergebnisse um sieben Prozent auf 10,25 Euro - seit längerem wieder einmal - kräftig zulegen. Das Allzeithoch hatte der Wert Mitte 2000 bei 47,25 Euro. Sommer sprach von einer "manisch-depressiven" Entwicklung auf den Finanzmärkten, der sich auch AT&S nicht entziehen könne. Im Plan Voll im Plan liege der Werkbau in China, wo 145 Mio. Euro investiert werden und mit Jahresende die Produktion im obersten Technologiesegment - HDI/Microvia - anfährt. Die Nettoverschuldung des Konzerns, der an drei Standorten in Österreich und einem in Indien derzeit 2700 Mitarbeiter beschäftigt, konnte trotz der China-Investitionen von 34,1 auf 18, 2 Mio. Euro zurückgefahren werden. Inkludiert ist hier auch das Aktienrückkaufprogramm. (miba, DER STZANDARD PRintausgabe)