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Haschemitische Cousins: Prinz Hassan von Jordanien (links) und Sharif Ali in London

Foto: REUTERS/ Peter MacDiarmid
Überraschungsgast beim Oppositionstreffen in London war der jordanische Prinz Hassan, Cousin des INC-Mitglieds Sharif Ali Bin Al Hussein, eines Nachfahren des 1958 bei der Revolution weitgehend ausgerotteten irakischen Haschemitenzweigs, der nach dem Ersten Weltkrieg von den Briten in Bagdad installiert wurde. Hassan, der jahrelang als jordanischer Kronprinz im Glauben lebte, einmal in Amman den Thron zu besteigen, betonte, er sei rein "privat" in London, offiziell lehnt ja Jordanien unter Hassans Neffen König Abdullah II. die US-Kriegspläne gegen den Irak strikt ab. Monarchistische Ambitionen von Sharif Ali, der 1958 zwei Jahre alt war und seitdem den Irak nicht mehr gesehen hat, werden eher nicht ernst genommen, Hassans Name kommt hingegen immer wieder aufs Tapet. Umso erstaunlicher ist das Auftauchen Hassans beim Oppositionstreffen, weil nach seiner "Entlassung" als Thronprinz wenige Tage vor König Husseins Tod im Februar 1999 gemunkelt wurde, dass der sterbende König damit den USA einen Wunsch erfüllte: Kronprinz Hassan hatte wiederholt die amerikanische Irak-Politik kritisiert.(DER STANDARD, Printausgabe, 31.7.2002)