Klagenfurt - FPÖ-Parteichefin und Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer stattete Dienstag am späten Nachmittag dem Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (F) einen Besuch in Klagenfurt ab. Der belgische Vlaams Blok sei dabei nur ein Randthema gewesen, sagte Riess-Passer nach der rund zweistündigen Unterredung. Im Mittelpunkt sei die Herbstarbeit gestanden.Austausch auf höchster Ebene "Ich wollte mich nach drei Wochen Urlaub beim Landeshauptmann informieren", sagte die Parteichefin. Dass sie nur wegen unterschiedlicher Meinung mit Haider in der Frage des Vlaams Bloks nach Klagenfurt gekommen sei, verneinte sie. "Wir haben eine ganze Reihe wichtiger aktueller politischer Fragen diskutiert, wie die Steuerreform und die Verwaltungsreform", sagte Riess-Passer. In der Verwaltung sei es bereits gelungen, 1,5 Milliarden Euro einzusparen. Im Herbst werde die Abschaffung der Pragmatisierung und ein neues Dienstrecht mit einer leistungsbezogenen Besoldung in Angriff genommen. In der Frage des Vlaams Bloks, die mittlerweile die FPÖ spaltet, habe es für den Landshauptmann "keine Kopfwäsche" gegeben. "Das ist bei uns nicht üblich. Wir haben Meinungen darüber ausgetauscht", sagte die Parteichefin. "Meinungen, die bekannt sind." Internationale Kooperatioen in Sachfrage habe es schon immer gegeben. "Mit wem, das schauen wir uns genau an", fügte sie hinzu. "Viel zu besprechen" Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (F) erklärte nach dem Gespräch mit Parteichefin Susanne Riess-Passer, dass Steuerreform und Verwaltungsreform als Schwerpunkte der Herbstarbeit im Mittelpunkt des Treffens in Klagenfurt gestanden seien. "Sie war auf Urlaub, da hatten wir viel zu besprechen", merkte er an. Details wollte Haider nicht preisgeben. Auf die Frage, ob auch die Zusammenarbeit mit anderen Parteien diskutiert wurde, sagte Haider: "Ja, vor allem jene mit dem Koalitionspartner." Natürlich sei aber auch über europäische Kooperationen gesprochen worden. "Davor fürchten sich jetzt die Linken", erklärte der Landeshauptmann. Er und die Parteichefin seien "einer Meinung, dass es solche Kooperationen geben soll". "Aber wir werden uns aussuchen, mit wem es diese Zusammenarbeit geben wird", fügte Haider hinzu. (APA)