Washington – Berichte über die mögliche Gefangenschaft der Leibwächter des mutmaßlichen Terroristenführers Osama bin Laden könnten dem US-Fernsehsender CNN zufolge ein Beweis für dessen Tod sein. Wenn die Beschützer Bin Ladens tatsächlich unter den mehr als 500 mutmaßlichen Taliban- und El-Kaida-Kämpfern im US-Gefangenenlager in Guantanamo auf Kuba seien, sei dies wahrscheinlich ein Zeichen dafür, dass der meistgesuchte Mann der Welt tot sei, sagten Washingtoner Regierungsbeamte dem Sender. Dieses "letzte Element" gebe Grund zur Annahme, dass der Chef des El-Kaida-Netzwerks während der US-Militärangriffe in Afghanistan getötet worden sei, berichtete CNN. "Bestimmte" hochrangige Washingtoner Vertreter schienen nun auch vom Tod Bin Ladens überzeugt.

Über das Schicksal von Bin Laden herrscht seit dem Beginn des US-Einsatzes in Afghanistan Ungewissheit. Zuletzt hatte der Antiterrorchef der US-Bundespolizei FBI, Dale Watson, vor zwei Wochen seine Vermutung geäußert, dass Bin Laden tot sei. Beweisen könne er es aber nicht, räumte Watson ein. Am Montag hatte die arabische Zeitung "Asharq Al-Awsat" berichtet, der Extremistenführer habe das Kommando über die El Kaida an seinen ältesten Sohn Saad Osama übergeben. Damit würden Spekulationen über den Tod oder eine schwere Verletzung Bin Ladens gestützt, schrieb die Zeitung weiter. Die USA sehen Bin Laden als Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001.(APA)