Wien/München - BMW ruft wegen technischer Defekte weltweit knapp 95.000 Autos der Reihen Mini und X5 in die Werkstätten - davon knapp 1.600 in Österreich. Bei den Mini-Modellen Mini One und Mini Cooper müssen laut BMW die Befestigungen eines Schaltseils und beim Geländewagen X5 die Bremspedale überprüft werden. Die Besitzer der Autos seien bereits über ihre Händler informiert worden. Die technische Aktion laufe schon, die Fehler könnten binnen einer Stunde behoben werden. Für die Fahrer habe keine Gefahr bestanden. Die Rückrufaktion koste BMW insgesamt rund 6,3 Mill. Euro. Von der Rückrufaktion sind weltweit 38.700 Minis betroffen, dies entspricht fast der Hälfte aller bis Ende Juni ausgelieferten Wagen dieser Marke. Vom X5 hat Aktion ist "technischer Natur" In Österreich sind 1.190 Minis und 403 X5 betroffen, wie der Sprecher der BMW Group Austria, Michael Ebner, am Mittwoch zur APA sagte. Die Aktion sei genau genommen nur technischer Natur und keine Rückrufaktion, da es sich um nicht sicherheitsrelevante Aspekte handle: "Es besteht keine unmittelbare Gefahr." Bei einigen Geländewagen kann sich nach Angaben von BMW in München bei niedrigen Geschwindigkeiten das Bremspedal lockern und im Extremfall lösen. Der Defekt kündige sich durch mehr Spiel in der Bremse an. An 56.000 zwischen August 1999 und Februar 2001 produzierten X5 bestehe eine nicht optimal ausgeführte Verbindung der Bremspedalwelle mit dem Bremspedalträger. "Fehlerhafte Fixierung des Schaltseils" Bei den Minis bestehe eine fehlerhafte Fixierung des Schaltseils am Getriebe, in Einzelfällen habe sich die Befestigung des Schaltseils gelöst. Dadurch habe sich der Wagen nicht mehr richtig schalten lassen. Dies bedeute, so Ebner, dass der Gang nicht mehr gewechselt werden kann, man also zum Beispiel nicht einen Gang zurückschalten kann, um die Motorbremse zu aktivieren: "Das eigentliche Bremssystem funktioniert ja ohnedies weiterhin." In Deutschland sind 6.000 Minis und 18.400 X5 überwiegend aus dem Modelljahr 2000 betroffen, in den USA 3.531 Minis und 34.860 X5. Für den neuen Mini, der als Erfolgsmodell in diesem Jahr einen spürbaren Teil zu den Rekordabsatzzahlen von BMW beigetragen hat, ist dies die erste Rückrufaktion. Zuletzt hatte BMW Anfang Mai 8.000 Fahrzeuge der 7er-Reihe zurückgerufen, wobei sich die Kosten nach Unternehmensangaben damals auf 1,3 Mill. Euro belaufen hatten. (APA)