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Foto: Reuters/HO
North Grafton/Massachusetts - Auch Haustiere sind durch Zigarettenkonsum gefährdet. Nach Forschungsergebnissen amerikanischer Wissenschaftler der Universität von Massachusetts in Amherst und der Tufts University School of Veterinary Medicine erkranken mehr als doppelt so viele Katzen aus Raucherhaushalten an Krebs wie jene, die in Nichtraucherwohnungen leben, berichtet die Fachzeitschrift American Journal of Epidemiology in ihrer jüngsten Ausgabe. Die Veterinärmedizinerin Elizabeth Bertone von der Universität von Massachusetts hat Daten von 180 Katzen untersucht, die in einer Tierklinik wegen eines Lymphoms - einer Krebserkrankung des Lymph-Gewebes – oder wegen Nierenversagens behandelt worden waren. Das Ergebnis der Untersuchung war, dass ein stärkerer Tabakkonsum der Menschen in der Umgebung der Tiere zu einen wesentlich höheren Krebsrisiko bei Katzen führte. Katzen, die bei zwei Rauchern lebten, erkrankten sogar mehr als viermal so häufig. Die Wissenschaftler vermuten auch, dass bei Menschen ein ähnlicher Zusammenhang zwischen Passivrauchen und der Entwicklung der so genannten Non-Hodgkin-Lymphome bestehen könnte. Andere Untersuchungen haben ergeben, dass Kinder von Rauchern wesentlich häufiger diese Lymphome entwickeln als Kinder von Nichtrauchern. In der Studie, die bereits 1993 begonnen wurde, konnten die Forscher feststellen, dass die Krebsgefahr nicht nur durch das direkte Einatmen des Rauchs, sondern auch durch das Ablecken des Fells steigt. Dieser Kontakt der Katzen sei mit der Wirkung von Zigarettenrauch auf Kleinkinder vergleichbar, so Bertone. "Auch Kinder atmen den Rauch ein und stecken kontaminierte Gegenstände in den Mund", meint die Forscherin. (pte)