Wien - Die Grünen verlangen einen offiziellen Beschluss des FPÖ-Bundesvorstandes, dass es keine "Gemeinsamkeiten oder Kontakte" mit dem ultrarechten belgischen Vlaams Blok gebe. Diese Forderung erhob der Grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Wenn Parteichefin Susanne Riess-Passer dazu nicht in der Lage sei, solle sie "die Konsequenzen ziehen" und die Partei wieder "offiziell" an den Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider "zurückgeben", sagte Pilz. Haider hatte in der vergangenen Woche an einem Treffen mehrerer europäischer Rechtsparteien - u.a. des Vlaams Blok und der italienischen Lega Nord - in Klagenfurt teilgenommen. Riess-Passer hatte gestern gemeint, dass es "keine Gemeinsamkeiten" mit dem Vlaams Blok gebe. Haider hingegen kann sich künftige Kooperationen vorstellen. Österreich drohe zu einem Vorbild für Rechtsregierung in der EU zu werden, befürchtet Pilz. Bereits bei einem Viertel der EU-Regierungen gebe es "Rechtsextremisten nach Art der FPÖ in der Regierung". Mit dem jüngsten Treffen der Rechtsparteien habe diese Entwicklung aber eine "neue Qualität" angenommen. (APA)