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Sie lassen den Teint strahlen, indem sie abgestorbene Hautschüppchen entfernen, die Durchblutung fördern und die Haut für die Aufnahme von Pflegestoffen vorbereiten: Peelings sind Kosmetika, die das Aussehen verbessern sollen. Das deutsche Verbraucherschutzmagazin Öko-Test hat 29 Produkte im Labor untersuchen lassen. An elf Peelings hatten die Tester gar nichts auszusetzen, insgesamt 15 Marken wurden mit "Sehr gut" oder "Gut" benotet. Drei Produkte erhielten allerdings wegen bedenklicher Inhaltsstoffe ein glattes "Nicht genügend", ebenso viele wurden deswegen als "mangelhaft" eingestuft. Der Rest ging als "befriedigend" oder "ausreichend" durch. In Kosmetikprodukten, die das Wohlbefinden steigern sollen, haben bedenkliche künstliche Duftstoffe oder Allergie auslösende Koservierungsmittel nichts zu suchen, argumentieren die Verbraucherschützer. Die "Rubbelkur" ist unter Dermatologen umstritten. Etliche Kosmetikhersteller haben keine Peelings im Angebot, weil deren Anwendung in den Erneuerungszyklus der Haut eingreift: Unser Körper stößt täglich bis zu 500 Millionen Hautzellen ab, neue wachsen nach. Gesunde, junge Haut erneuert sich normalerweise alle 28 Tage. Mit zunehmendem Alter verlängert sich diese Zeitspanne auf bis zu drei Monate. Ein Peeling beschleunigt diesen natürlichen Prozess, indem es Impulse für eine schnellere und häufigere Zellteilung gibt. Studien haben ergeben, dass die Fähigkeit der Zellen, sich zu teilen, begrenzt ist. Eine Beschleunigung der Zellteilung durch zu häufiges Peeling bedeutet daher nach Ansicht mancher Experten, die Hautalterung voranzutreiben. Grundsätzlich können Peelings aber das Hautbild verbessern und verfeinern, besonders bei normaler bis fettiger Haut, bei Unreinheiten oder dicker Hornschicht. Eine mechanische "Schälkur" sollte aber immer gezielt angewendet werden.(APA/red)