Oslo - Die rechtspopulistische Fortschrittspartei Norwegens etabliert sich immer klarer als stärkste politische Kraft des Landes. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage im Auftrag mehrerer Zeitungen wollen 30,6 Prozent für die Partei stimmen, die damit ihren Anteil gegenüber den Wahlen im September 2001 verdoppeln konnte. Sie war damals mit 14,7 Prozent drittstärkste Partei hinter der sozialdemokratischen Arbeiterpartei (24,4 Prozent) und den Konservativen (21,2) geworden. Die oppositionellen Sozialdemokraten erhielten bei der Umfrage lediglich 20 Prozent. Die Konservativen als größere von zwei Regierungsparteien kamen auf 18,1 Prozent. Die Christliche Volkspartei von Ministerpräsident Kjell Magne Bondevik verschlechterte sich mit 8,8 Prozent gegenüber den Wahlen (12,4) deutlich. Die Fortschrittspartei stützt die Regierung im Parlament, profiliert sich aber in der öffentlichen Debatte vor allem mit der Forderung nach einer schärferen Asylpolitik und härterem Vorgehen gegen kriminelle Zuwanderer. Sie überholte die Sozialdemokraten erstmals im Frühjahr bei einer Umfrage und konnte allein von Juni auf Juli um fünf Prozentpunkte zulegen.(APA/dpa)