Washington - US-Regierungsbeamte haben dem Kongress versichert, dass vor den Teil-Wahlen im November nicht mit einem Angriff gegen den Irak zu rechnen sei. Wie die Zeitung "USA Today" am Mittwoch berichtete, machten die Beamten dies in privaten Gesprächen mit Mitgliedern des Auswärtigen Senatsausschusses klar, der am selben Tag mit einer Serie von Anhörungen zum Thema Irak begann. Der angesehene Demokrat Joseph Biden als Vorsitzender des Auswärtigen Senatsausschusses erklärte, dass er ebenfalls nicht mit einer Aktion noch in diesem Jahr rechne. Er glaube, dass die Regierung bisher noch keine Entscheidung über eine etwaige Invasion getroffen habe. Die Hearings - die ersten dieser Art - sollten dazu dienen, mehr Klarheit über die Bedrohung durch Saddam Hussein und über die Optionen für einen Regimewechsel zu schaffen. "Wenn wir angreifen, werden wir gewinnen", sagte Biden. "Aber was tun wir am Tag danach? Wir können nicht einfach hereingehen und wieder weggehen." Auch US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld bekräftigte, dass Top-Regierungsbeamte zur Zeit keine militärischen Optionen in Betracht zögen. Er machte jedoch vor Journalisten am Dienstag (Ortszeit) zugleich klar, dass eine diplomatische Lösung nach seiner Auffassung äußerst schwierig würde. (APA/dpa)