Lübeck - Das deutsche Forschungsschiff "Magdalena Oldendorff" muss in der Antarktis überwintern. Trotz des zu Hilfe geeilten argentinischen Eisbrechers "Almirante Irizar" konnte das Schiff den mehr als 1000 Kilometer breiten antarktischen Eisgürtel nicht überwinden, wie die Reederei "Egon Oldendorff" am Dienstagabend mitteilte.Das argentinische Schiff wird sich demnach alleine auf die Heimreise machen. Seine Erfolgsaussichten seien dann auf offener See wesentlich höher, sagte ein Reederei-Sprecher. Die "Magdalena Oldendorff" dagegen soll den Beginn des antarktischen Sommers im Oktober in einer sicheren Bucht abwarten. Dank der Treibstoff- und Proviantlieferungen aus Argentinien bestehe für die Besatzung keine Gefahr mehr, hieß es. An Bord befinden sich noch 16 Besatzungsmitglieder sowie ein argentinischer Arzt, den die "Almirante Irizar" zurückließ. Das Schiff war am 19. Juli vorübergehend befreit worden. Mehr als einen Monata davor war es in einem Eisfeld stecken geblieben. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 1. 8. 2002)