Kabul - Der mutmaßliche Terrorist, der in Kabul mit 500 Kilo Sprengstoff im Auto festgenommen wurde, wollte nach eigenen Angaben im Auftrag des Terrornetzwerks El Kaida ein Mordattentat auf den afghanischen Präsidenten Hamid Karsai verüben. Als alternatives Ziel hätte sein Selbstmordanschlag Ausländer in Kabul treffen sollen, sagte der Mann im Verhör aus, wie Geheimdienstchef Amrullah Saleh am Mittwoch mitteilte. Der Verdächtige war am Montag offenbar durch einen Verkehrsunfall an der Ausführung eines Anschlags gehindert worden. Die Identität und Herkunft des Mannes ist nach Angaben von Saleh weiter unklar. Es handle sich jedoch um einen Ausländer. Nach Erkenntnis der Ermittler sei die Bombe außerhalb von Afghanistan, möglicherweise in Pakistan, hergestellt worden. Der Festgenommene habe die Namen mehrerer Auftraggeber genannt, nach denen nun gefahndet werde, sagte der Geheimdienstchef. Erst vor drei Wochen war der afghanischen Vizepräsident Abdul Kadir erschossen worden. Im Februar kam Tourismusminister Abdul Rahman gewaltsam ums Leben. Die Regierung hat daraufhin die Sicherheitsmaßnahmen verschärft und auch US-Elitesoldaten zum Schutz von Karsai zu Hilfe gerufen. (APA/AP)