Paris - In Frankreich gelten künftig schärfere Gesetze gegen Gewalt und Kriminalität. Das Parlament in Paris hat am Mittwoch in der entscheidenden Lesung im Senat dem umstrittenen Maßnahmenbündel zur inneren Sicherheit zugestimmt. Damit können jetzt straffällige Minderjährige schon ab 13 Jahren ins Gefängnis gesteckt werden und so genannte Regionale Eingreiftruppen auch gegen illegale Einwanderer vorgehen und Fahrzeuge von Nichtsesshaften beschlagnahmen. Polizisten können außerdem stärker als bisher bei Gewalt in Schulen eingreifen. Das Gesetz sieht vor allem 5,6 Milliarden Euro und 13.500 neue Stellen für Polizei und Justiz in den nächsten fünf Jahren vor. Die Linke, die dieses Gesetz am Mittwoch im Senat wie zuvor auch in der Nationalversammlung ablehnte, hatte der konservativen Regierung von Premierminister Jean-Pierre Raffarin übereilte, "blinde Repression" vorgeworfen, "so als wäre die Eile einziger Maßstab" der Regierung. (APA/dpa)