Kopenhagen/Jerusalem - Die Europäische Union hat den Anschlag auf die Hebräische Universität in Jerusalem "auf das Schärfste" verurteilt. Beide Seiten sollten dennoch ihre Verhandlungen über eine Lösung des Konflikts fortsetzen, hieß es am Mittwoch in einer Erklärung der dänischen Ratspräsidentschaft. Die Autonomiebehörde müsse alles tun, "um solche Taten in Zukunft zu verhindern". Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana verurteilte ebenfalls die "hasserfüllte" Tat. Nichts rechtfertige die "blinde Ermordung unschuldiger Zivilisten", hieß es in einer in Brüssel veröffentlichten Erklärung. UNO-Generalsekretär Kofi Annan zeigte sich "erschüttert". Annan "verurteile kategorisch derartige Terroranschläge auf Zivilisten", sagte sein Sprecher Fred Eckhard in New York. Die israelische Polizei überprüfte in der Umgebung der Hochschule die Personalien von mehr als 50 Palästinensern. Unter ihnen befanden sich nach Augenzeugen auch etwa zehn Frauen. Bei dem Anschlag in einer Cafeteria der Universität waren sieben Menschen ums Leben gekommen. 70 weitere wurden verletzt, neun von ihnen schwer. (APA)