Dem Verlag Gruner + Jahr ist vom deutschen Ex-Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) die Verbreitung von Aussagen verboten worden, wonach er sich mit Hilfe des PR-Managers Moritz Hunzinger und unter dem Einfluss der Rüstungsindustrie für ein U-Boot-Geschäft mit arabischen Staaten eingesetzt habe. Das Landgericht Hamburg habe die Verbreitung solcher Formulierungen per einstweiliger Verfügung verboten, teilte das Büro von Scharping mit. Beim Hamburger Landgericht war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen."Nebensächliche Aspekte" Das von Gruner + Jahr herausgegebene Magazin "Stern" erklärte, der juristische Vorstoß Scharpings beziehe sich auf "nebensächliche Aspekte". Bis heute habe der SPD-Politiker zentrale Feststellungen der "Stern"-Berichte nicht entkräften können. Der "Stern" hatte in der Ausgabe der vergangenen Woche über Kontakte Scharpings zu Hunzinger und einem Rüstungsmanager berichtet. Darin stellte das Magazin einen Zusammenhang zwischen den Kontakten und dem Verhalten Scharpings bei einer Reise nach Ägypten und Abu Dhabi her, die am Kauf von U-Booten interessiert gewesen seien. Scharping war von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wegen unklarer Zahlungen von Seiten Hunzingers entlassen worden. (APA/Reuters)