Portland/New York - Die USA haben am Freitag skeptisch auf die Einladung der irakischen Regierung reagiert, UNO-Inspektoren wieder ins Land zu lassen. Der Irak müsse völlig ungehinderte Inspektionen seines Programms für Massenvernichtungswaffen zulussen, erklärte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Sean McCormack. Saddam sollte einfach sagen: "Ja ich akzeptiere jederzeit, an jedem Ort, ungehinderte Inspektionen", sagte er. Unabhängig von der Fragen der Waffeninspektionen würden die USA aber an ihrem politischen Ziel festhalten, den irakischen Präsidenten Saddam Hussein zu entmachten. Unterdessen erklärte UNO-Sprecher Fred Eckhard, UNO-Generalsekretär Kofi Annan wolle die Einladung des Iraks an den Chef der UNO-Waffeninspektoren, Hans Blix, vor einer Entscheidung mit dem Weltsicherheitsrat erörtern. Annan begrüße die Einladung als Zeichen des fortlaufenden Kontakts zwischen Bagdad und den Vereinten Nationen, Doch der in dem Schreiben des irakischen Außenministers Naji Sabri vorgeschlagene Weg stimme nicht mit dem Vorgehen überein, das der Weltsicherheitsrat in Resolution 1284 von 1999 beschlossen habe. Annan habe das Schreiben aus Bagdad deshalb an den Sicherheitsrat weitergereicht und werde es am Montag bei einem gemeinsamen Essen mit den 15 Ratsmitgliedern besprechen. Resolution 1284 schreibt vor, dass Waffeninspektoren sich innerhalb von 60 Tagen nach der Einverständniserklärung der Iraker im Land umsehen und dem Sicherheitsrat dann ein Arbeitsprogramm für die noch verbliebenen Untersuchungen vorlegen. Dagegen schlägt Bagdad in seiner Einladung vor, Blix möge mit einem Expertenteam nach Bagdad kommen und dort mit der irakischen Regierung das Arbeitsprogramm beschließen. (APA/Reuters/dpa)