Bild nicht mehr verfügbar.

Mücke setzt zum Stich an.

Foto: APA/dpa/Cdc/James Gathany
Washington - In den USA sind erstmals in diesem Jahr vier Menschen an dem durch Mücken übertragenen West-Nil-Virus gestorben. Das bestätigte die Gesundheitsbehörde des Bundesstaates Louisiana am Freitag. Behördensprecher Bob Johannessen sagte, insgesamt seien in dem südlichen Bundesstaat 58 Menschen infiziert. Im vergangenen Jahr habe es lediglich einen Infektionsfall gegeben. Das Virus löst eine Gehirnentzündung aus. Ausbreitung Die neuen Fälle beweisen, dass sich das Virus, das normalerweise in Afrika und dem Nahen Osten vorkommt, in den USA weiter ausbreitet. Bisher waren das Virus vor allem an der Ostküste registriert worden, wo in den vergangenen zwei Jahren 18 Menschen ums Leben gekommen waren. Dutzende von Kindern und älteren Menschen wurden infiziert. Das gefährlich Virus wurde 1937 erstmals von einer erkrankten Frau in der West-Nil-Provinz von Uganda isoliert. Nach Angaben von "Die Welt" gehört es in die Gruppe der Flaviviren, eine Gruppe von Krankheitserregern, die ausschließlich von Stechmücken übertragen werden, und zu der so gefährliche Erreger wie das Gelbfiebervirus und das JE-Virus (japanischer Enzephalitis-Virus) gehören. Mückenstich Der Erreger vermehrt sich in diversen Arten von Vögeln, von denen einige - wie etwa Krähen - bei einer Infektion ähnlich schwer erkranken wie der Mensch und andere das Virus ohne jedes Krankheitszeichen als "blinden Passagier" beherbergen. Der Mensch, aber auch Katzen und Pferde, stecken sich über den Stich einer Mücke an, die ihrerseits das Virus bei einer Blutmahlzeit von einem infizierten Vogel aufgenommen hat. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist dagegen extrem unwahrscheinlich. (APA/dpa)