Wien - Das Anti-Abfangjäger-Volksbegehren von Initiator Rudolf Fußi wurde von 624.720 ÖsterreicherInnen unterzeichnet. Das sind 10,65 Prozent der Stimmberechtigten. Das Ergebnis liegt über den letzten Erwartungen der Betreiber und der Meinungsforscher. Fußi sprach in einer ersten Reaktion von einem "riesigen Erfolg". Auch die Opposition zeigte sich erfreut, die beiden Regierungsparteien relativierten das Ergebnis hingegen. Fußi forderte den sofortigen Ankaufsstopp, eine Sondersitzung des Nationalrates sowie eine Volksabstimmung. Er sprach von einem "Sieg des Volkes gegen die Regierung und einem Sieg des David Rudolf Fußi gegen die Goliaths Scheibner, Riess-Passer und Schüssel". Sein Optimismus scheint nun grenzenlos: "Ich werde dafür sorgen, dass wir dieses Kriegsgerät nicht nach Österreich bekommen", sagte Fußi. Zumindest seine Forderung nach einer Sondersitzung des Nationalrates dürfte umgesetzt werden. Diese wurde nämlich von SP-Klubobmann Josef Cap noch für den August angekündigt Schlechte Erfolgsaussichten Am erfolgreichsten war das Volksbegehren in den Bundesländern Oberösterreich (13,25 Prozent Unterstützer), Vorarlberg (11,20 Prozent) und Niederösterreich (10,94 Prozent). In Fußis Heimatbundesland, der Steiermark, unterschrieben hingegen nur 9,37 Prozent der Wahlberechtigten. Das Volksbegehren wird voraussichtlich Anfang nächsten Jahres im Parlament behandelt. Der Abschluss des Kaufvertrages mit dem Eurofighter-Anbieter EADS ist hingegen bereits für den Herbst anvisiert. Die Erfolgsaussichten der Volksbegehrer stehen also denkbar schlecht. (APA)